Staatliches Institut für Musikforschung
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Digitale Sammlungen
des Staatlichen Instituts für Musikforschung
Preußischer Kulturbesitz

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Collection:
Zeitschriften
Structure type:
periodical
Title:
Archiv für Musikwissenschaft
Sub title:
AfMw
Place of publication:
Leipzig Google Maps
Collection:
Musikwissenschaftliche Periodica: Allgemeine
Structure type:
Periodical volume
Title:
Archiv für Musikwissenschaft, Fünfter Jahrgang 1923
Date:
1923
Place of publication:
Leipzig Google Maps
Extent:
375
Shelfmark:
C 30/4,5
Physical location:
Staatliches Institut für Musikforschung, Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Collection:
Musikwissenschaftliche Periodica: Allgemeine
Structure type:
Chapter
Title:
Handschin, Jacques, Die ältesten Denkmäler mensural notierter Musik in der Schweiz.
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PURL:
https://digital.sim.spk-berlin.de:443/viewer/image/783919026-05/9/
Die ältesten Denkmäler mensural notierter Musik in der Schweiz') Von Jacques Landschin, z. Zt. St. Gallen, vormals St. Petersburg ältesten in der Schweiz befindlichen Denkmäler mensural iwtierter Musik bürsten die Äff. 218 und A 421 alias A 471 * 2 ) der Berner Bongarsiana (jetzt Stadtbibliothek) sein. Es handelt sich um Denkmäler französischer Kunst, welche uns dank bernischem Sainineleifer erhalten sind. Den beiden Äff. kommt ein sehr verschiedenes Maß musikgeschichtlicher Bedeutsainkeit zu. Bern 2 18 ist ein schön geschriebener, reizvoll ausgestatteter Band mit poetischen Werken des Dichterkomponisten Guillaume de M a ch a u t; wie am Schluß vermerkt, wurde die Äs. im Jahre 1371, also noch zu Lebzeiten Machaut's von einem ge wissen Guiot aus Sens fertiggestellt (vgl. Äagen's Latalogus S. 269). Die Äs. ist nicht vollständig, stellenweise fehlen Blätter. Musikstücke finden sich nur als Einlagen in ein größeres allegorisches Lehrgedicht, überschrieben »ssemeäe de fortune«, in dem Machaut eine breite Auseinandersetzung über Amour und Bortune mit dichterischen» Geschick in die Erzählung eines persönlichen Liebeserlebnisses verwebt; auch das Erscheinen der Musikeinlagen ist durch den Fortgang der Erzählung motiviert. Andere Äff., in denen das Poem vollständig überliefert ist, zeigen, daß die Zahl der Einlagen — deren Musik, ebenso wie der Text, selbstverständlich von Machaut stammt — sieben ist; dieselben sind teils ein-, teils mehrstimmig»), doch haben auch die mehrstimmigen Kompositionen nur eine Text- (d. h. Gesangs-) Stimme. In der Berner Äs. fehlen nun 2 der Einlagen ganz (sie müssen auf den fehlenden Blättern gestanden haben), und von den übrigen 5 sind 3 nur dem Text nach und nur 2 mit Musik überliefert; es sind dies mehr stimmige Balladen. Aber auch die Musik dieser Stücke bietet die Äs. in redu zierter Form; während beide ursprünglich 4-stiminig sind, erscheint die eine in 3-, die andere nur in 2-stimmiger Gestalt, also mit Weglassung von 1 bezw. 2 Stimmen. Es scheint demnach, daß unsere Äs. auf einen Liebhaber berechnet war, der auf die Musik wenig Wert legte oder dessen Aufführungsmittel be schränkte waren. 9 Vortrag, gehalten bei der Tagung der Neuen Schweizerischen Musikgesellschaft in Zürich den 16. Oktober 192 l. 2) Die Doppelsignatur erklärt sich durch ein Versehen. In Lage n's Catalogus codicum bernensium ist die Ls. sogar zweimal unabhängig voneinander beschrieben. ») Vgl. I. Wolf, Geschichte der Mensuralnotation l, 157 f. Archiv für Musikwissenschaft I
  • Archiv für Musikwissenschaft
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  • Archiv für Musikwissenschaft, Fünfter Jahrgang 1923
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  • Table of contents
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  • Handschin, Jacques, Die ältesten Denkmäler mensural notierter Musik in der Schweiz.
    [1]
  • Ursprung, Otto, Vier Studien zur Geschichte des deutschen Liedes. II. Die Mondseer Liederhandschrift und Hermann, der Münch von Salzburg.
    [11]
  • Abert, Hermann, Wort und Ton in der Musik des 18. Jahrhunderts.
    [31]
  • Schumann, Erich Schumann, Die Garten'schen Beiträge zur Vokallehre.
    [71]
  • Neuerscheinungen I.
    74
  • Mersmann, Hans, Grundlagen einer musikalischen Volksliedforschung. III. Vergleichende Melodienbetrachtung.
    [81]
  • Lachmann, Robert, Die Musik in den tunisischen Städten.
    [136]
  • Schumann, Erich, Die Förderung der Musikwissenschaft durch die akustisch-psychologische Forschung Carl Stumpf's.
    [172]
  • Neuerscheinungen II.
    [177]
  • Lachmann, Robert, Die Musik in den tunisischen Städten - Notenbeilagen.
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  • Ludwig, Friedrich, Die Quellen der Motetten ältesten Stils, I.
    [185]
  • Werner, Th. W., Andreas Crappius. Ein Beitrag zur hannoverschen Kantorengeschichte.
    [223]
  • Walter, Georg A., Der richtige Gesangunterricht.
    [257]
  • Harms, Gottlob, Zur Kritik der Lübeck-Ausgabe.
    260
  • Seiffert, Max, Entgegnung.
    261
  • Neuerscheinungen III.
    [262]
  • Ludwig, Friedrich, Die Quellen der Motetten ältesten Stils, II.
    [273]
  • Ursprung, Otto, Vier Studien zur Geschichte des deutschen Liedes. III. Wolflin von Lochammer's Liederbuch, ein Denkmal Nürnberger Musikkultur um 1450.
    [316]
  • Koßmann, Friedrich, Die Melodie des "Wilhelmus von Nassouwe" in den Lautenbearbeitungen des XVII. Jahrhunderts.
    [327]
  • Werner, Th. W., Musikwissenschaftliche Tagung in Bückeburg am 19., 20. und 21. Juni.
    [332]
  • Neuerscheinungen IV.
    [334]
  • Lott, Walter, Namen- und Sachregister.
    [341]
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