Staatliches Institut für Musikforschung
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Digitale Sammlungen
des Staatlichen Instituts für Musikforschung
Preußischer Kulturbesitz

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Collection:
Zeitschriften
Structure type:
periodical
Title:
Archiv für Musikwissenschaft
Sub title:
AfMw
Place of publication:
Leipzig Google Maps
Collection:
Musikwissenschaftliche Periodica: Allgemeine
Structure type:
Periodical volume
Title:
Archiv für Musikwissenschaft, Fünfter Jahrgang 1923
Date:
1923
Place of publication:
Leipzig Google Maps
Extent:
375
Shelfmark:
C 30/4,5
Physical location:
Staatliches Institut für Musikforschung, Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Collection:
Musikwissenschaftliche Periodica: Allgemeine
Structure type:
Chapter
Title:
Koßmann, Friedrich, Die Melodie des "Wilhelmus von Nassouwe" in den Lautenbearbeitungen des XVII. Jahrhunderts.
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PURL:
https://digital.sim.spk-berlin.de:443/viewer/image/783919026-05/350/
warn 327 Die Melodie des „Wilhelmus von Naffouwe" in den Lautenbearbeitungen des XVII. Ih. Von Fr. Koßmann, Leiden. />^ie Entdeckung einer niederländischen Fassung der Wilhelmusmelodie — oder vielmehr der „Weise von Conde", welcher auch das Wilhelmuslied unterlegt ist — aus dem Jahre 1574, gibt neue Anregung und neue Gesichtspunkte zum Studium der älteren Formen dieser berühmten Volksliedweise'). Vergleicht man die Fassung 1574 (Nr. I der Notenbeilage) mit der jetzt wiederum geläufigen aus Valerius' „OeckenLkclanLk" 1626 (Nr. VIII), so darf man sie entschieden als einen älteren Typus betrachten. Sie zeigt den regelmäßigen Rhythmus, den man sich bis jetzt nur als einzig möglichen Artypus der verschiedenen späteren Fassungen rekonstruieren konnte. In dieser Beziehung stehen die beiden alten hochdeutschen Formen 1603 und 1607 der neu aufgefundenen Fassung 1574 näher als der des Valerius. Dieser ursprüngliche einfache Rhythmus ist aber auch in niederländischen Quellen aus der zweiten Lälfte des 17. Ih. belegt. Der Text 1574 ist ferner bemerkenswert wegen der melodischen Varianten im 3., 5., 7. und I I. Takt. Die Singstimme des Valerius (Nr. VIII) belegt einen Typus, der in der ersten Lälfte des 17. Ih. beim geselligen Musizieren üblich gewesen ist, und in dem gewiß die Anfänge der späteren Abarten des 18. und 19. Zh., der sogenannten „neuen Weise", erkennbar sind. Größere Beweglichkeit und eine gewisse Eleganz sind die Merkmale dieser Form, und zwar erstens der auch in andern Liedern jener Zeit beliebte Taktwechsel in der Mitte — der hier aber lediglich eine konsequente Durchführung der Dehnungen gewisser guten Taktteile ist, welche auch schon in der Fassung 1607 auftreten — zweitens Verzierungen in Achtel noten, die den starren Gang der Viertel umspielen. Besonders bei den letzteren hat man mit Recht an den Einfluß der Laute gedacht, welche in der damaligen Lausmusik die Stelle des jetzigen Klaviers vertrat. Nun sind uns aus dieser Zeit, außer der gedruckten Lautenbegleitung bei Valerius (Nr. VII der Notenbeilage), noch fünf verschiedene Bearbeitungen erhalten (Nr. II bis VI) in dem sogenannten T h y s i u s'schen Lautenbuche, einer Land- schrift der Bibliotheca Thysiana zu Leiden, welche ein Musikliebhaber sich gewiß vor der Mitte des 17. Zhs. zu eigenem Gebrauch zusammengestellt (Kit 2 ). 1) Siehe meine Neuausgabe von V a n D u y se's Abhandlung über das Wilhelmuslied, .Haag 1923. 2) Siehe die ausführliche Beschreibung von I. P. R. L a n d „Het luitboek von Thysius“, Amsterd. 1889, vorher erschienen in Tijdschr. v. Nd. Ned. Muziekgesch. I—HI.
  • Archiv für Musikwissenschaft
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  • Archiv für Musikwissenschaft, Fünfter Jahrgang 1923
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  • Title page
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  • Table of contents
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  • Handschin, Jacques, Die ältesten Denkmäler mensural notierter Musik in der Schweiz.
    [1]
  • Ursprung, Otto, Vier Studien zur Geschichte des deutschen Liedes. II. Die Mondseer Liederhandschrift und Hermann, der Münch von Salzburg.
    [11]
  • Abert, Hermann, Wort und Ton in der Musik des 18. Jahrhunderts.
    [31]
  • Schumann, Erich Schumann, Die Garten'schen Beiträge zur Vokallehre.
    [71]
  • Neuerscheinungen I.
    74
  • Mersmann, Hans, Grundlagen einer musikalischen Volksliedforschung. III. Vergleichende Melodienbetrachtung.
    [81]
  • Lachmann, Robert, Die Musik in den tunisischen Städten.
    [136]
  • Schumann, Erich, Die Förderung der Musikwissenschaft durch die akustisch-psychologische Forschung Carl Stumpf's.
    [172]
  • Neuerscheinungen II.
    [177]
  • Lachmann, Robert, Die Musik in den tunisischen Städten - Notenbeilagen.
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  • Ludwig, Friedrich, Die Quellen der Motetten ältesten Stils, I.
    [185]
  • Werner, Th. W., Andreas Crappius. Ein Beitrag zur hannoverschen Kantorengeschichte.
    [223]
  • Walter, Georg A., Der richtige Gesangunterricht.
    [257]
  • Harms, Gottlob, Zur Kritik der Lübeck-Ausgabe.
    260
  • Seiffert, Max, Entgegnung.
    261
  • Neuerscheinungen III.
    [262]
  • Ludwig, Friedrich, Die Quellen der Motetten ältesten Stils, II.
    [273]
  • Ursprung, Otto, Vier Studien zur Geschichte des deutschen Liedes. III. Wolflin von Lochammer's Liederbuch, ein Denkmal Nürnberger Musikkultur um 1450.
    [316]
  • Koßmann, Friedrich, Die Melodie des "Wilhelmus von Nassouwe" in den Lautenbearbeitungen des XVII. Jahrhunderts.
    [327]
  • Werner, Th. W., Musikwissenschaftliche Tagung in Bückeburg am 19., 20. und 21. Juni.
    [332]
  • Neuerscheinungen IV.
    [334]
  • Lott, Walter, Namen- und Sachregister.
    [341]
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