Staatliches Institut für Musikforschung
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Digitale Sammlungen
des Staatlichen Instituts für Musikforschung
Preußischer Kulturbesitz

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Collection:
Zeitschriften
Structure type:
periodical
Title:
Archiv für Musikwissenschaft
Sub title:
AfMw
Place of publication:
Leipzig Google Maps
Collection:
Musikwissenschaftliche Periodica: Allgemeine
Structure type:
Periodical volume
Title:
Archiv für Musikwissenschaft, Fünfter Jahrgang 1923
Date:
1923
Place of publication:
Leipzig Google Maps
Extent:
375
Shelfmark:
C 30/4,5
Physical location:
Staatliches Institut für Musikforschung, Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Collection:
Musikwissenschaftliche Periodica: Allgemeine
Structure type:
Chapter
Title:
Ludwig, Friedrich, Die Quellen der Motetten ältesten Stils, I.
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PURL:
https://digital.sim.spk-berlin.de:443/viewer/image/783919026-05/208/
Die Quellen der Motetten ältesten Stils Von Friedrich Ludwig, Göttingen ^zeine musikalische Form der gesamten Musikgeschichte hat ein wechselvolleres vv Schicksal gehabt als die Motette in ihrem ältesten Entwicklungsstadium. Wie bekannt, ist die musikalische Substanz der ältesten Motetten nicht ursprünglich für diese dem ausgehenden 12. und beginnenden 13. Jahrhundert neue Form geschaffen; sondern die Motettenform entstand nur dadurch, daß der Oberstimme oder den Oberstimmen gewisser Abschnitte mehrstiinmiger Gradual-, Alleluja- oder Responsorium-Kompositionen, wie sie damals im Gottesdienst, zuerst in Notre Dame in Paris, erklangen, ohne Änderung an der Komposition als solcher und unter Beibehaltung des ursprünglichen liturgischen Textes dieses Abschnitts wenigstens für den Tenor, zunächst ein wesentlich syllabischer neuer lateinischer Text untergelegt wurde. Aber sehr bald zeigt sich die neue Wirkung, die die alte Komposition in dieser neuen Gestalt (vielfach zunächst dabei freilich um eine weitere Oberstimme erweitert) mm ausübte, von den weittragendsten Folgen begleitet. Neben die dem ursprünglichen liturgischen Nahmen sich einordnende Motette trat die Motette mit allgemeinen geistlichen oder moralischen Texten, losgelöst von der Einfügung in die Liturgie eines bestimmten Gottesdienstes. Neben die Motette mit einem Oberstimmentext in 2stimmigem Vortrag zum Tenor in der ttnterstimme als 3. Stimme trat einerseits die einfache 2stiminige Motette, deren neuer Motettentext nur einstimmig gesungen wurde und damit manche alten Fesseln abstreifen konnte, andererseits die „Doppelmotette", deren 2 stimmiger Oberbau zu 2 auf einander Bezug nehmenden Texten erklingt, und gelegentlich die „Tripelmotette". Neben die aus musikalischen Abschnitten der alten „Organa" entstandenen Motetten traten neugeschaffene, die zunächst sich eng an ihr Vorbild anlehnen, dann sehr rasch aber die mannigfachsten in dieser Forin schlummernden Entwicklungskeime immer selbständiger weiter entfalten. Neben die lateinischen Motetten traten französische, die zum ersten Mal die mehrstimmige Musik in der weltlichen Kunst heimisch werden lassen. Neben die ganz gesungenen traten immer gewichtiger die Motetten, deren Tenores ihre vokale Bedeutung verlieren und zur instrumentalen Begleitstimme werden, die ältesten von selbständiger In strumentalstimme begleiteten Lieder und Duette der Musikgeschichte. Im Aufbau der einzelnen Kompositionen werden diese oder jene Texte, diese oder jene Stimmen durch andere, oft durch neuartige ersetzt, so daß die dem Kern nach gleiche Komposition in den inannigfachsten Gestalten erscheinen kann (so sind Archiv für Musikwissenschaft ^
  • Archiv für Musikwissenschaft
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  • Archiv für Musikwissenschaft, Fünfter Jahrgang 1923
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  • Title page
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  • Table of contents
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  • Handschin, Jacques, Die ältesten Denkmäler mensural notierter Musik in der Schweiz.
    [1]
  • Ursprung, Otto, Vier Studien zur Geschichte des deutschen Liedes. II. Die Mondseer Liederhandschrift und Hermann, der Münch von Salzburg.
    [11]
  • Abert, Hermann, Wort und Ton in der Musik des 18. Jahrhunderts.
    [31]
  • Schumann, Erich Schumann, Die Garten'schen Beiträge zur Vokallehre.
    [71]
  • Neuerscheinungen I.
    74
  • Mersmann, Hans, Grundlagen einer musikalischen Volksliedforschung. III. Vergleichende Melodienbetrachtung.
    [81]
  • Lachmann, Robert, Die Musik in den tunisischen Städten.
    [136]
  • Schumann, Erich, Die Förderung der Musikwissenschaft durch die akustisch-psychologische Forschung Carl Stumpf's.
    [172]
  • Neuerscheinungen II.
    [177]
  • Lachmann, Robert, Die Musik in den tunisischen Städten - Notenbeilagen.
    -
  • Ludwig, Friedrich, Die Quellen der Motetten ältesten Stils, I.
    [185]
  • Werner, Th. W., Andreas Crappius. Ein Beitrag zur hannoverschen Kantorengeschichte.
    [223]
  • Walter, Georg A., Der richtige Gesangunterricht.
    [257]
  • Harms, Gottlob, Zur Kritik der Lübeck-Ausgabe.
    260
  • Seiffert, Max, Entgegnung.
    261
  • Neuerscheinungen III.
    [262]
  • Ludwig, Friedrich, Die Quellen der Motetten ältesten Stils, II.
    [273]
  • Ursprung, Otto, Vier Studien zur Geschichte des deutschen Liedes. III. Wolflin von Lochammer's Liederbuch, ein Denkmal Nürnberger Musikkultur um 1450.
    [316]
  • Koßmann, Friedrich, Die Melodie des "Wilhelmus von Nassouwe" in den Lautenbearbeitungen des XVII. Jahrhunderts.
    [327]
  • Werner, Th. W., Musikwissenschaftliche Tagung in Bückeburg am 19., 20. und 21. Juni.
    [332]
  • Neuerscheinungen IV.
    [334]
  • Lott, Walter, Namen- und Sachregister.
    [341]
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