Staatliches Institut für Musikforschung
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Digitale Sammlungen
des Staatlichen Instituts für Musikforschung
Preußischer Kulturbesitz

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Collection:
Programme
Programmsammlung
DOCTYPE:
Programme
Persons and corporations:
Buchdruckerei Otto Lange, Berlin Wikipedia
Event:
Konzert, Beethoven-Saal Berlin, 28.04.1922
Date:
1922
Date:
28.04.1922
Extent:
8 S.
Shelfmark:
SM 70 Ber 25b
Physical location:
Staatliches Institut für Musikforschung, Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Collection:
Programme
Programmsammlung
Structure type:
Other
Title:
Liedtexte
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  • OPAC
  • PDF
PURL:
https://digital.sim.spk-berlin.de:443/viewer/image/000000957/3/
3 Der Pilgrim, Noch in meines Lebens Lenze War ich, und ich wandert’ aus, Und der Jugend frohe Tänze Liess ich in des Vaters Haus. All’ mein Erbteil, meine Habe Warf ich fröhlich glaubend hin, Und am leichten Pilgerstabe Zog ich fort mit Kindersinn. Abend ward’s und wurde Morgen, Nimmer, nimmer stand ich still; Aber immer blieb’s verborgen, Was ich suche, was ich will. Berge lagen mir im Wege, Ströme hemmten meinen Fuss, Ueber Schlünde baut’ ich Stege, Brücken durch den wilden Fluss. Denn mich trieb ein mächtig’ Hoffen Und zu eines Stroms Gestaden Und ein dunkles Glaubenswort: Kam ich, der nach Morgen floss; „Wandle!“ riefs, „der Weg ist offen, Froh vertrauend seinem Faden Immer nach dem Aufgang fort, Warf ich mich in seinen Schoss. Bis zu einer gold’nen Pforten Du gelangst, da gehst du ein, Denn das Irdische wird dorten Ewig unvergänglich sein!“ Hin zu einem grossen Meere Trieb mich seiner Wellen Spiel; Vor mir liegt’s in weiter Leere, Näher bin ich nicht dem Ziel. Ach, kein Weg will dahin führen, Ach, der Himmel über mir Will die Erde nicht berühren, Und das Dort ist niemals Hier! Schill«. Auf dem Wasser zu singen. Mitten im Schimmer der spiegelnden Wellen Gleitet, wie Schwäne, der wankende Kahn; Ach, auf der Freude sanft schimmernden Wellen Gleitet die Seele dahin wie der Kahn; Denn von dem Himmel herab auf die Wellen Tanzet das Abendrot rund um den Kahn. Über den Wipfeln des westlichen Haines Winket uns freundlich der rötliche Schein; Unter den Zweigen des östlichen Haines Säuselt der Kalmus, im rötlichen Schein; Freude des Himmels und Ruhe des Haines Atmet die Seel’ im errötenden Schein. Ach, es entschwindet mit tauigem Flügel Mir auf den wiegenden Wellen die Zeit. Morgen entschwinde mit schimmerndem Flügel Wieder wie gestern und heute die Zeit, Bis ich auf höherem, strahlendem Flügel Selber entschwinde der wechselnden Zeit. Leopold Graf zu Stolberg. 2 . Auf dem Kirchhofe. Johannes Brahms. Der Tag ging regenschwer und sturmbewegt, Ich war an manch’ vergess’nem Grab gewesen, Verwittert Stein und Kreuz, die Kränze alt, Die Namen überwachsen, kaum zu lesen. Der Tag ging sturmbewegt und regenschwer, Auf allen Gräbern fror das Wort: gewesen, Wie sturmestot die Särge schlummerten, Auf allen Gräbern taute still: genesen.
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